Management Consulting 2023

Zu Beginn des Jahres 2023 geht es dem Beratungsmarkt nicht anders als der Wirtschaft insgesamt: Er ist geprägt von den multipolaren Herausforderungen und Krisen unserer Zeit. Die Folgen der Corona-Pandemie und die sich ändernden Ansprüche junger, talentierter Nachwuchskräfte haben die traditionellen Arbeits-weisen vieler Berater nachhaltig verändert, geopolitische Verwerfungen machen es für ihre Kunden unumgänglich, ihre etablierten globalen Strukturen und Strategien neu zu denken, technologische Umbrüche, der Klimawandel und die Energiewende zwingen ganze Industrien in die Knie, wenn sie sich nicht von Grund auf neu erfinden. Die Inflation macht Investitionen teuer, die steigenden Zinsen ihre Finanzierung schwierig – und zugleich zwängt der Staat viele Unternehmen in ein immer engeres regulatorisches Korsett.

Auf einen kurzen Nenner gebracht: Unsere Zeit ist geprägt von zahllosen, gewaltigen Veränderungen, verbunden mit einer großen Unsicherheit, wie diese Veränderungen bewältigt werden können und wohin sie uns führen. Eine Zeit also mit den besten Grundvoraussetzungen für das Geschäft von Unternehmensberatern. So kann es nicht verwundern, dass die ohnehin nicht geringen Wachstumsraten, die die Branche in der letzten Dekade verbuchen konnte, im vergangenen Jahr noch einmal angestiegen sind. Insgesamt ist das Beratungsgeschäft in Deutschland um etwa 16 Prozent auf 44 Milliarden Euro angewachsen – die höchste Wachstumsrate seit Anfang der 1990er Jahre. Und auch 2023 wird das zweistellige Wachstum, bei aller Vorsicht, die mit einer solchen Prognose verbunden ist, wohl weiter anhalten. Für die Auftraggeber der Branche indes wird es in dem beschriebenen Umfeld immer wichtiger, aber auch immer schwieriger, sich ein Urteil darüber zu bilden, in welchen Bereichen die speziellen Stärken und Schwächen einzelner Beratungsfirmen liegen.

Seit 1998 tragen unsere Studien dazu bei, die Transparenz des Beratungsmarktes zu erhöhen – praxisnah, wissenschaftlich und unabhängig. Dabei können wir auf ein über die Jahre gewachsenes Netzwerk aus erfahrenen Aufsichtsräten, Vorständen und Führungskräften aus deutschen Großunternehmen und aus dem gehobenen Mittelstand bauen. Ihr Vertrauen und ihre Bereitschaft, uns immer wieder mit ihren Einschätzungen und Bewertungen zur Seite zu stehen und unsere Arbeit als Diskussions- und Sparringspartner zu begleiten, ist unser größtes Kapital. Es verpflichtet uns nicht nur zur Forschungsarbeit nach wissenschaftlich gesicherten Methoden, sondern auch und vor allem zur kompromisslosen Unabhängigkeit gegenüber sämtlichen Akteuren und Interessengruppen.

Zum Inhalt der Studie

Auch in diesem Jahr befassen wir uns wieder aus unterschiedlichen Perspektiven mit der Leistungsfähigkeit und den Kompetenzen der führenden Managementberater – aus der Perspektive eines Vorstands, der eines Budgetverantwortlichen und der eines Projektleiters sowie aus der speziellen Sicht der DAX40-Konzerne.

Welcher Berater hat die größten Kompetenzen in den Beratungsfeldern Strategische Planung, Digitalisierung, ESG/Nachhaltigkeit, Mergers & Acquisitions, Post Merger Integration, Corporate Finance, Organisation und Personal, Marketing und Vertrieb, Innovation, Operations und Performance, Globale Lieferketten, Sanierung und Restrukturierung sowie Transformation? In welche dieser Bereiche fließen auf Seiten der Kunden die größten Budgets? Welche Berater sind in welchen Branchen besonders präsent? Wer von ihnen hat die größte Marktkenntnis, wer die höchste Umsetzungskompetenz? Wer arbeitet am besten im Team, wer hat die besten methodischen, fachlichen und analytischen Fähigkeiten? Wer hat die zufriedensten Kunden? Fragen wie diese werden in der Studie detailliert beantwortet. In übersichtlichen Grafiken und Rankings, in denen die jeweils besten fünf Berater einer Kategorie aufgeführt sind – denn wir wollen zeigen, welche Berater besonders gut eingeschätzt werden, wir wollen jedoch niemanden diskreditieren.

Werfen Sie einen Blick in die Studie:

Wer hat teilgenommen?

An der Studie haben sich 1.004 Führungskräfte deutscher Großunternehmen mit einem Jahresumsatz von mindestens einer halben Milliarde Euro beteiligt – darunter 298 Führungskräfte aus DAX40-Unternehmen. Die Erhebung der Daten erfolgte schriftlich von Januar bis April 2023 mithilfe eines standardisierten Fragebogens und wurde durch telefonische und persönliche Interviews ergänzt. 229 Befragte haben ihre Erfahrungen mit Beratern als Vorstände oder Geschäftsführer gesammelt, 416 als Budgetverantwortliche und 322 als Projektleiter.

Welche Berater wurden betrachtet?

Neben den führenden klassischen Managementberatern – McKinsey, BCG, Bain, Oliver Wyman, Strategy&, Kearney und Roland Berger – wurden die Restrukturierungsspezialisten von AlixPartners und Alvarez & Marsal betrachtet, die Pricing-Spezialisten von Simon, Kucher & Partners, die Controlling-Spezialisten von Horváth, die Beratungssparten der vier großen Wirtschaftsprüfer PwC, Deloitte, EY und KPMG sowie die wichtigste technologisch geprägte Beratungsfirma mit einem signifikanten Geschäft in der Managementberatung, Accenture.

Bezugsmodalitäten

Der Hauptband der Studie, in dem auf rund 1.300 Seiten die übergreifenden Ergebnisse, die spezielle Sicht der DAX40-Unternehmen sowie die Perspektiven von Vorständen, Budgetverantwortlichen und Projektleitern dargestellt werden, kann über unser Institut bezogen werden. Zudem sind Ergänzungsbände für die vier Branchen Finanzdienstleister, Konsumgüter und Handel, Automobilbau und Zulieferindustrie sowie Telekommunikation, Medien, IT und High Tech erhältlich. Bitte beachten Sie, dass die Branchenbände nicht einzeln bezogen werden können, sondern ausschließlich in Verbindung mit dem Hauptband der Studie. Geliefert wird die Studie in elektronischer Form als PDF-Datei per E-Mail.

Bei Interesse senden Sie bitte eine E-Mail an studien(at)wgmb.org.