Neue Studie zu den volkswirtschaftlichen Effekten der Beratung
Ob und in welchem Umfang Beratung zur wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit beiträgt, wird seit Jahren kontrovers diskutiert. In einer neuen Studie untersuchen wir erstmals auf makroökonomischer Ebene den Zusammenhang zwischen Beratungsausgaben und zentralen volkswirtschaftlichen Kennzahlen in Deutschland. Die Ergebnisse, die im peer-reviewten European Journal of Management veröffentlicht wurden, zeigen, dass höhere Ausgaben für Beratung systematisch mit einer höheren Bruttowertschöpfung verbunden sind: Eine zusätzliche Million Euro geht im Durchschnitt mit 50 bis 60 Millionen Euro mehr Wertschöpfung einher. Ähnliche Zusammenhänge finden sich auch für Umsatz und Bruttobetriebsüberschuss. Die Effekte treten vor allem mit zeitlicher Verzögerung auf; dynamische Analysen sprechen zudem dafür, dass Beratung häufig nicht als kurzfristiger Impuls wirkt, sondern ihren Effekt über kontinuierliche, planvolle Prozesse entfaltet. Ausgenommen hiervon sind spezialisierte Beratungsfelder wie Sanierung und Restrukturierung, die typischerweise auf kurzfristige Wirkung ausgerichtet sind, deren Effekte jedoch aufgrund ihres vergleichsweise geringen Anteils am Gesamtmarkt in aggregierten Analysen kaum sichtbar werden.










